Der Rechtsschutzversicherung Vergleich hilft Ihnen die günstigste Versicherung für Ihre Bedürfnisse zu finden.
Rechtschutzversicherung Informationen
Egal ob eine fristlose Kündigung, Streit mit dem Vermieter oder ein Verkehrsunfall: die Rechtschutzversicherung übernimmt Anwalts- und Beratungskosten im Falle eines Rechtsstreits. Allerdings sind nicht alle Rechtsstreitigkeiten versichert. Wer sich über die Leistungen und Beiträge der Versicherungsgesellschaften informieren möchte, sollte so viele Anbieter wie möglich vergleichen.
Eine günstige Rechtschutzversicherung ist nicht alleine abhängig von den zu zahlenden monatlichen Beiträgen. Wer einen Vergleich von Rechtschutzversicherungen durchführt, wird merken, dass es bei den Versicherungsgesellschaften in vielen Punkten gravierende Unterschiede gibt. Eine Versicherung kann zwar auf den ersten Blick aufgrund der niedrigen Beiträge recht günstig erscheinen, beinhaltet dann aber einen sehr hohen Selbstbehalt, der diesen Eindruck schnell relativiert. Aus diesem Grund sollte man sich Zeit nehmen, die Konditionen der einzelnen Gesellschaften zu vergleichen, bevor man sich für den Abschluss einer Rechtschutzversicherung entscheidet.
Vor allem sollte man sich generell darüber informieren, wer und was genau versichert ist und ob es Ausnahmen und Wartezeiten gibt. Denn eine Rechtschutzversicherung ist zwar eine sehr gute Absicherung im Streitfall, doch auch hier gibt es Ausnahmen und bestimmte Bedingungen zu beachten.
Generell sind folgende Personen in der Rechtschutzversicherung enthalten: bei einer Berufsrechtschutzversicherung, die Selbständigen zur Verfügung steht, sind der Unternehmer selbst sowie seine Angestellten für den Fall eines berufsbedingten Rechtsstreits mitversichert. Die private Rechtschutzversicherung beinhaltet generell den Versicherungszeichner und dessen Ehepartner, in einigen Fällen auch den Partner in einer eheähnlichen Gemeinschaft. Darüber hinaus sind minderjährige Kinder sowie unverheiratete Kinder bis zum 25. Lebensjahr mitversichert. Allerdings benötigen Kinder eine eigene Verkehrsrechtschutzversicherung.
Der Versicherungsschutz erstreckt sich auch nur auf klar abgegrenzte Bereiche. So ist zum Beispiel eine Geldstrafe, zu der man verurteilt wurde, nicht von der Rechtschutzversicherung abgedeckt. Generell bezieht sich der Versicherungsschutz auf Anwaltskosten, Gerichtskosten, Kosten für Sachverständigengutachten und Zeugengeld. Für den Versicherungsnehmer besteht auch ein Recht auf Kostenübernahme, wenn aus bestimmten Gründen ein zweiter Anwalt hinzugezogen werden muss. Auch die Kosten des Gegners werden übernommen, hier zum Beispiel seine Anwaltskosten sowie seine notwendigen Auslagen. Darüber hinaus werden im Falle des Erb- und Familienrechts lediglich die Beratungskosten von der Rechtschutzversicherung getragen.
Zu den Kosten, die nicht von der Rechtschutzversicherung übernommen werden gehören Geldstrafen, Bußgelder aus dem Straßenverkehr oder Rechtsstreitigkeiten die aufgrund eines Hausbaus, einer Wette oder eines Spekulationsgeschäfts entstehen. Bei Familien- und Erbstreitigkeiten sind ausschließlich Beratungshonorare für den Anwalt versichert, nicht jedoch die Gerichtskosten, Auslagen und Zeugengelder. Außerdem behalten sich viele Versicherungen vor, Anwaltskosten nur in einer bestimmten Höhe zu übernehmen. Geht das Honorar des Anwalts über den vorgeschriebenen Satz hinaus, muss die Differenz vom Versicherten getragen werden. Darüber hinaus behalten sich manche Versicherungen vor, einen Selbstbehalt in die Versicherungsbedingungen zu integrieren. Dies bedeutet, dass bei kleinen Rechtsstreitigkeiten Kosten in einer bestimmten Höhe vom Versicherungsnehmer selbst gezahlt werden müssen. Dieser Selbstbehalt kann eine unterschiedliche Höhe aufweisen und kommt fast bei jeder Versicherungsgesellschaft vor.
Wer einen Vergleich Rechtschutzversicherung durchführt, wird auch immer wieder auf den Begriff der Wartezeit stoßen. Jeder, der sich zum Abschluss einer Versicherung entschließt, ist gewohnt, dass der Versicherungsschutz mit der Zahlung des ersten Beitrags bzw. zu einem festgelegten Zeitpunkt, beispielsweise ab dem nächsten Ersten eines Monats. Von dieser Annahme darf bei einer Rechtschutzversicherung nicht uneingeschränkt ausgegangen werden. Zwar gibt es Rechtsfälle, in denen eine solche Versicherung sofort wirksam wird, doch sollte nicht vergessen werden, auch die Fälle zu betrachten, in denen eine Wartezeit einzuhalten ist. Dies kann unter Umständen sehr wichtig sein. Die Erfahrung aus der Praxis hat viele Versicherungen dazu veranlasst, bei einigen Rechtsstreitigkeiten eine Wartezeit bis zu Leistungserbringung einzuführen. Dies vor allem deshalb, um Vertragsabschlüsse zu verhindern, die nur aus einem konkreten Anlass heraus entstehen und nach Beendigung des Rechtsstreits sofort gekündigt werden.
Generell ist eine Wartezeit von 3 Monaten einzuhalten, wenn es sich um einen Rechtsstreit mit dem Arbeitgeber, dem Vermieter oder der Steuerbehörde handelt. Wer also eine Rechtschutzversicherung abschließt und 2 Monate später vom Arbeitgeber oder Vermieter eine Kündigung erhält, ist noch nicht versichert und muss die Kosten des Rechtsstreits komplett selbst begleichen. Dies hängt damit zusammen, dass es bei vielen Kündigungen eine 3monatige Kündigungsfrist gibt. Mit der Wartezeit soll sichergestellt werden, dass die Gefahr eines Rechtsstreits nicht schon zum Zeitpunkt des Abschlusses absehbar war und die Versicherung aus diesem Grund abgeschlossen wurde. Ähnliches gilt für die Wartezeit bei Steuerstreitigkeiten, wo die Zusendung eines Bescheids binnen 3 Monaten nach Abgabe der Steuererklärung üblich ist.
Allerdings gibt es auch zahllose Rechtsfälle, in denen der Versicherungsschutz ohne Wartezeit sofort wirksam wird. Darunter fallen Schadenersatz, das Strafrecht und die Kostenübernahme von Beratungen. Der Grund hierfür ist ähnlich, wie bei der Wartezeit. Bei den meisten Rechtsstreitigkeiten, die unter diese Kategorien fallen, ist zum Zeitpunkt des Vertragsabschluss nicht vorauszusehen, dass sie eintreten werden. Ein Unfall, der zu Schadenersatzansprüchen führen kann, wird selten vorher geplant und auch der Grund für eine anwaltliche Beratung im Familien- oder Erbrecht entsteht meist kurzfristig.
Wer also einen Vergleich der Anbieter von Rechtschutzversicherungen durchführen will, sollte alle diese wesentlichen Punkte sorgsam beachten. Darüber hinaus gilt noch, die unterschiedlichen Beiträge der verschiedenen Versicherungen zu prüfen und Preis und Leistung gegeneinander abzuwägen. Auf diese Weise erhält man eine günstige und zuverlässige Versicherung, die im Fall der Fälle eine solide Absicherung bei Rechtsstreitigkeiten bietet.